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Google bing Staan? Are you ready? Frau mit Lupe

Staan ist da: Ist deine Website bereit für den neuen europäischen Suchindex?

Google bing Staan? Are you ready? Frau mit Lupe

Was ist Staan überhaupt?

Ein Suchindex ist die Datenbank, aus der eine Suchmaschine ihre Ergebnisse zieht. Bisher haben nur eine Handvoll Unternehmen – vor allem Google und Microsoft (Bing) – einen eigenen, vollständigen Index aufgebaut. Alle kleineren Suchmaschinen mussten sich diese Daten lizenzieren oder anderweitig einkaufen.

Mit der European Search Perspective (EUSP), einem Joint Venture von Ecosia und Qwant, ändert sich das. EUSP hat mit Staan (Search Trusted API Access Network) eine eigene, europäische Suchinfrastruktur aufgebaut. Gedacht für alternative Suchmaschinen und KI-Anwendungen, die unabhängig von US-Anbietern auf aktuelle Webdaten zugreifen wollen.

Seit August 2025 beziehen Ecosia-Nutzer in Frankreich einen Teil ihrer Suchergebnisse direkt aus dem Staan-Index. Ende Juli 2026 folgte der Rollout in Deutschland. Ziel ist eine wachsende Marktabdeckung, schrittweise, Land für Land.

Warum das mehr ist als eine technische Randnotiz

Der Hintergrund ist auch ein geopolitischer: Große Teile der europäischen Such-, Cloud- und KI-Infrastruktur laufen auf Technologie US-amerikanischer Konzerne. Das macht ganze Branchen abhängig von Entscheidungen, auf die Europa keinen direkten Einfluss hat. Ein eigener Suchindex ist ein Baustein digitaler Souveränität und schafft gleichzeitig eine Grundlage für mehr Wettbewerb und Vielfalt im Suchmarkt, auch für neue KI-Anwendungen, die auf verlässliche, aktuelle Webdaten angewiesen sind.

Für dich als Website-Betreiberin oder Marketing-Verantwortlichen ist vor allem eines relevant: Ein neuer, wachsender Suchindex bedeutet neue Sichtbarkeitsfläche, aber auch ein neues System, das deine Website erst einmal "verstehen" muss.

Das Wichtigste für Website-Betreiber: Es gibt (noch) kein Webmaster-Tool

Anders als bei Google Search Console oder Bing Webmaster Tools kannst du bei Staan aktuell:

  • keine Sitemap manuell einreichen
  • keine Website-Eigentümerschaft verifizieren
  • keine einzelnen URLs zur bevorzugten Indexierung anmelden

Staan crawlt eigenständig. So, wie eine Website eben crawlbar ist. Das bedeutet im Umkehrschluss: Wer technisch sauber aufgestellt ist, wird auch ohne aktives Zutun gefunden. Wer es nicht ist, bleibt im neuen Index schlicht unsichtbar, ganz ohne Fehlermeldung oder Hinweis.

Konkret spielen dabei dieselben Faktoren eine Rolle, die auch für Google und Bing entscheidend sind. Nur, dass es bei einem neuen Crawler keine Toleranz für Altlasten gibt:

  • Eine saubere, aktuelle Sitemap, die tatsächlich alle relevanten Seiten enthält
  • Ein durchdachtes robots.txt, das keine wichtigen Bereiche versehentlich blockiert
  • Funktionierende interne Verlinkung, über die Crawler neue und tiefer liegende Seiten überhaupt erst finden

Das sind keine neuen Themen, aber sie entscheiden jetzt eben auch darüber, ob eine Website in einem zusätzlichen, wachsenden Suchindex überhaupt eine Chance hat.

Was ich für dich tun kann

Als technische Partnerin für Agenturen und Marketing-Teams schaue ich mir genau diese Grundlagen gerne an: Ist deine Website aktuell so aufgebaut, dass sie auch von neuen Crawlern wie Staan zuverlässig erfasst wird? Der Check umfasst einen Blick auf Crawlbarkeit, Sitemap-Struktur, Rendering-Verhalten und die üblichen technischen Stolperfallen. Meist ist das schnell eingeordnet.

Wenn du wissen willst, wo deine Website aktuell steht: Melde dich einfach kurz bei mir.

Sabrina Hennrich

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